Den Kapitalismus mit seinen eigenen Mitteln schlagen

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Es war eine junge Generation von Nerds, die in der Corona-Zeit eine neue Beschäftigung für sich entdeckte: Im Lockdown kann man ja nicht nur Netflix bingen, sondern auch mit Aktien zocken. Und zwar über den Billig-Broker Robin Hood, der das Börseninvestieren zu demokratisieren versprach, indem er die Ordergebühren abschaffte.

Auf dem Internet-Forum Wallstreetbets von Reddit tauschten sie sich über ihre Investment-Ideen aus und entdeckten ihre nostalgische Liebe zu dem stationären Computerspiele-Händler Gamestop, dessen Aktienkurs seit langem absoff. Und so verknüpften sich zum ersten Mal zwei Dynamiken, die zwar ähnlichen nicht-linearen Gesetzen folgen, aber bisher nicht zusammen auftraten: Das virale Social Media und das Herden-Verhalten an der Börse. Zusammen waren sie Dynamit. Der Aktienkurs von Gamestop schoss durch die Decke und einige Hedgefonds, die auf den Untergang von Gamestop gewettet hatten, wurden fast in den Bankrott getrieben.

David gegen Goliath? Ein neues Occupy Wallstreet, nur diesmal mit den Mitteln des Marktes? Und wird jetzt die Popkultur mit ihren süffigen Narrativen zu einem wichtigen Player des Börsengeschehens? Darüber und über "Guh", den Laut, den eine Seele beim Verlassen eines Körpers macht, reden Lars Weisbrod und Ijoma Mangold in der neuesten Folge des Podcasts Die sogenannte Gegenwart.

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