Arbeit nervt!

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Selten haben wir so grundsätzlich über unsere Arbeitswelt nachgedacht wie in diesem irren Jahr 2020. Plötzlich sprachen alle von "systemrelevanten" Jobs, die viel zu schlecht bezahlt sind, von Homeoffice – und sogar die 4-Tage-Woche ist endlich wieder Thema.

Die in den letzten Monaten neu entflammte Debatte dürfte auch dem Kapitalismuskritiker David Graeber gefallen haben, der am 2. September überraschend gestorben ist. Mit seinem Buch “Bullshit Jobs” hat er unsere heutige Arbeitswelt aufs Heftigste kritisiert: Viel zu viele Menschen müssen viel zu viel Lebenszeit mit unnützen Tätigkeiten verbringen, sei es sinnloser Papierkram oder ineffizientes Stunden-Absitzen im Büro.

Graebers These diskutieren Nina Pauer und Lars Weisbrod in der neuen Folge des Feuilleton-Podcasts “Die sogenannte Gegenwart”: Wieso arbeiten wir trotz technischem Fortschritt immer noch so viele Stunden am Tag? Wieso gibt es überhaupt all diese Büroarbeiterinnen und -arbeiter, die Evaluationsberichte schreiben, die nie jemand liest? Ist Arbeiten um der Arbeit willen nicht längst obsolet geworden?

Links zur Podcast-Folge:

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